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ANtisemitis­mus­prä­ven­tion mit der Nie­der­sächs­ischen Er­wach­sen­en­bil­dung (ANNE)

Das Projekt ANtisemitismusprävention mit der Niedersächsischen Erwachsenenbildung (ANNE) verfolgt das Ziel, breite Teile der Öffentlichkeit in Niedersachsen für einen antisemitismuskritischen Umgang zu sensibilisieren, Antisemitismusprävention zu fördern und Begegnungen mit jüdischer Kultur zu ermöglichen.

https://www.aewb-nds.de/themen/politische-weiterbildung/anne/

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Politik

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Jugend-erinnert
Polizei in Oldenburg
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ברוך דיין האמת
 
Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. und die Jüdische Gemeinde Hannover K.d.ö.R. trauern um das langjährige Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Hannover,  
 
Arkadij Litvan  
08.06.1946 - 06.06.2024
 
Die Beisetzung findet statt am Sonntag, den 09. Juni 2024, um 11.00 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof Bothfeld, Burgwedeler Straße 90, 30657 Hannover.
 
In dieser schweren Zeit sprechen wir seiner Familie unser tief empfundenes Mitgefühl aus und trauern gemeinsam mit ihnen.
 
Möge seine Seele eingebunden sein in den Bund des Lebens.
 
Das Präsidium und der Vorstand 

Auf den Spuren der jüdischen Geschichte: Marburg, Worms und Wiesbaden

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Eine unvergessliche Reise durch die reiche jüdische Geschichte Deutschlands begann am 19. Mai 2024 in Hannover. Unsere Reise führte uns zunächst nach Marburg, wo wir die historische Atmosphäre des Marktplatzes genossen. Am 20. Mai 2024 begaben wir uns nach Worms, wo wir nicht nur das berühmte Raschi-Tor besuchten, sondern auch die stillen und bedeutenden Wege des jüdischen Friedhofs erkundeten.

Die Höhepunkte setzten sich fort mit einer malerischen Schifffahrt auf dem majestätischen Rhein nach Bingen, gefolgt von einem unvergesslichen Galaabend im Zollamt Restaurant.

Am 21. Mai erkundeten wir die eleganten Straßen und lebendigen Plätze von Wiesbaden, wo wir von der herzlichen Aufnahme der Jüdischen Gemeinde berührt wurden. Mit reichen Eindrücken und Erlebnissen kehrten wir nach Hannover zurück, nach einer Reise, die unsere Herzen und Gedanken mit der Schönheit und Tiefe der jüdischen Kultur erfüllte.

19. bis 21. Mai 2024 (1.95 MB)
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Austausch zwischen Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, und Dr. Yazid Shammout, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde, Hannover

Austausch zwischen Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, und Dr. Yazid Shammout, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde, Hannover

Hannover Messe: Kosovo und Jüdische Gemeinden in Niedersachsen besprechen mögliche Zusammenarbeit

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Am 25. April 2024 nahm der Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Herr Michael Fürst, an einem Abendessen mit der Industrie- und Handelsministerin des Kosovo, Rozeta Hajdari, im Rahmen der Hannover Messe teil. Dabei wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit besprochen.

Der Kosovo zählt zu den wenigen Ländern, die Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Ihre Botschaft befindet sich direkt neben der US-Botschaft.

Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ Bergen-Belsen

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Bergen-Belsen, den 5. Mai 2024 Heute versammelten sich Menschen aus aller Welt, um den 79. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen zu gedenken. Die Gedenkveranstaltung begann am Anne-Frank-Platz mit einer herzlichen Begrüßung durch Julia Willie Hamburg, der niedersächsischen Kultusministerin und Vorsitzenden des Stiftungsrats der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten. Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, hieß die Teilnehmer am Kriegsgefangenenfriedhof willkommen. Hanna Naber, Präsidentin des Niedersächsischen Landtags, hielt eine bewegende Ansprache, gefolgt von musikalischen Darbietungen des Chors Ukrainischer Frauen aus Bergen.

Die Gedenkveranstaltung setzte sich an verschiedenen Orten fort, darunter die Gedenkstätte Bergen-Belsen und das jüdische Mahnmal. Die Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Chai (Rufina Trehub, Zoe Cantker-Iluz, Anna Shtukater und Max Sladkov) brachten ihre Anteilnahme und Respekt zum Ausdruck, indem sie einen einfühlsamen Beitrag zur Gedenkveranstaltung leisteten. Kantor Andrej Sitnov von der Jüdischen Gemeinde Hannover trug mit seinem bewegenden Gesang zu einem atmosphärischen und würdevollen Abschluss der Veranstaltung bei.

Die Veranstaltung endete mit einem Podiumsgespräch, moderiert von Dr. Elke Gryglewski, bei dem Überlebende, Vertreter der Regierung und engagierte Gruppen sich über die Bedeutung des Gedenkens und die Herausforderungen der Erinnerungskultur austauschten. Die Gedenkveranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit zur Reflexion, zum Austausch und zur Begegnung. In Pavillons auf dem Anne-Frank-Platz wurden parallel verschiedene Angebote präsentiert, darunter Zeitzeugengespräche, eine Fotoausstellung und eine Sonderausstellung.

„Kein Stacheldraht um Gemeinden“

Michael Fürst, Landespräsident jüdischer Gemeinden, spricht mit Landtagsabgeordneten über Sicherheitsvorkehrungen – und plädiert für moderate Lösungen (359 KB)

„Besonderer Verantwortung gerecht werden“

Michael Fürst, Vorsitzender des Verbandes jüdischer Gemeinden in Niedersachsen sprach aber das Jüdisches Leben in Niedersachsen heute.

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Ministerpräsident Weil zu Solidaritätsbesuch in Synagoge in Oldenburg

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Presseerklärung des Präsidenten des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen

Es ist bedauerlich, dass der Abschuss von Wölfen scheinbar mehr Aufmerksamkeit erhält als der Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg. Die führende Zeitung in Niedersachsen erwähnt mit keinem Wort den Versuch, eine jüdische Gemeinde in Deutschland auszulöschen.

Ja, der Anschlag endete glücklicherweise glimpflich - nur eine Tür, wieder einmal, und das mutige Eingreifen von Nachbarn verhinderten Schlimmeres. Aber sind nur tote Juden für die Presse außerhalb Oldenburgs berichtenswert?

Wieder einmal zeigt sich, dass die monotone Wiederholung des Satzes „In Deutschland ist kein Raum für Antisemitismus!“ nur eine hohle Phrase ist, solange der Antisemitismus von der Mitte der Gesellschaft geduldet und sogar mitgetragen wird.

Wir können nicht in die Glaskugel sehen, aber vom Molotowcocktail auf ein jüdisches Gemeindezentrum bis zum Schuss auf einen jüdischen Gläubigen, der den Gottesdienst besucht, ist es nicht weit.

Michael Fürst
Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen

Stärkung der Zusammenarbeit: Bedeutendes Treffen zwischen jüdischen Gemeinden Niedersachsens und US-Botschafterin

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Am 12.03.2023 fand in Hannover ein bedeutendes Treffen statt, bei dem Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, und Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbandes, Dr. Amy Gutmann, die Botschafterin der USA, sowie der Generalkonsul Jason Chue vom US-Generalkonsulat in Hamburg, zusammenkamen, um die aktuellen politischen Ereignisse zu besprechen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Während des Treffens informierte Michael Fürst über die reiche jüdische Geschichte in Niedersachsen. Er betonte, dass die jüdische Gemeinde in Hannover von Holocaustüberlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen gegründet wurde und dass bis heute die Erinnerungskultur eine Säule des jüdischen Lebens in Niedersachsen darstellt.

Die Anwesenheit der Botschafterin der USA in Niedersachsen unterstreicht die Wichtigkeit des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen den USA und der jüdischen Gemeinschaft. Dieses Treffen betont die gemeinsamen Werte und das Engagement für Demokratie und Freiheit.

Gemeinsam Zukunft bauen - Woche der Geschwisterlichkeit

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Hannover, 10. März 2024 - Unter dem Motto „The Sound of Dialogue“ fand im Haus der Region Hannover eine besondere Veranstaltung im Rahmen der Woche der Geschwisterlichkeit statt. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V. verlieh die diesjährige „Abraham-Plakette“ an das Ratsgymnasium Stadthagen und das Lyceum Swiecie aus Polen für ihre herausragenden Schultheaterprojekte.

Die Laudatio wurde von Frau Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und stellvertretende jüdische Vorsitzende bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, gehalten. Sie betonte die Bedeutung der Projekte in der heutigen Zeit und hob das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer hervor.

Die beiden Schultheaterprojekte, „Haltestelle Iz bica“ und „Vogelschiss und Fliegenklatsche“, setzen sich auf beeindruckende Weise mit dem Thema Nationalsozialismus auseinander. Die Schülerinnen und Schüler haben durch ihre kreative Herangehensweise und ihre intensive Arbeit nicht nur ein beeindruckendes Bühnenspektakel geschaffen, sondern auch einen Beitrag zur Aufklärung und Prävention von Antisemitismus und Rassismus geleistet.

Die Verleihung der Abraham-Plakette würdigt das kontinuierliche Engagement beider Schulen im Bereich der interkulturellen Verständigung und ihres Einsatzes gegen Vorurteile und Diskriminierung. Die Schulen haben gezeigt, dass sie durch Theaterprojekte nicht nur ihre Schülerinnen und Schüler, sondern auch andere Schulen inspirieren können, in Zeiten zunehmenden Antisemitismus theaterpädagogisch aktiv zu werden.

In ihrer Ansprache betonte Marina Jalowaja die Bedeutung der Zivilgesellschaft im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Sie dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Leidenschaft, die dazu beitragen, eine offene und tolerante Gesellschaft zu schaffen.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V. gratuliert herzlich den Preisträgern des Jahres 2024 und dankt allen Beteiligten für ihren Beitrag zum interkulturellen Dialog und zur Förderung von Toleranz und Verständigung.

Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, ehrt Landesbischof Karl-Hinrich Manzke für seinen Beitrag zur Ökumene und Menschlichkeit

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Bückeburg, 29. Februar 2024 – Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen würdigt die beeindruckende Amtszeit von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Die Verabschiedung in seinen wohlverdienten Ruhestand fand am 25. Februar 2024 in Bückeburg statt.

Die feierliche Zeremonie begann mit einem festlichen Gottesdienst, in dem der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister aus Hannover, Karl-Hinrich Manzke offiziell von seinen Aufgaben entpflichtete.
In seiner bewegenden Abschiedspredigt dankte der scheidende Landesbischof den Menschen im Schaumburger Land für die langjährige und enge Zusammenarbeit. Insbesondere hob er die Kraft des christlichen Glaubens hervor und betonte: „Wer glauben kann, ist in Verbindung mit einer Kraftquelle, die größer ist, als es die eigenen Kräfte und Begabungen hergeben.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil würdigte in seinem Grußwort die wichtige Rolle, die Karl-Hinrich Manzke bei den Begegnungen zwischen Staat und Kirche in Niedersachsen spielte. Er hob hervor, dass der scheidende Landesbischof dazu beitrug, dass Kirche und Politik im Land einen freundlichen und entspannten Umgang miteinander pflegten.

Marina Jalowaja gratulierte dem neuen Bischof, Pfarrer Oliver Schuegraf, zu seiner Wahl und wünscht ihm viel Erfolg in seinem neuen Amt. Die offizielle Einführung findet am 25. Mai um 14 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Stadtkirche statt.

Abendgespräch in der Evangelischen Akademie Loccum: Jüdische Gemeinden und Verbände diskutieren über den wachsenden Antisemitismus

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Rehburg-Loccum, 29. Februar 2024 – Am 22. und 23. Februar fand in der Evangelischen Akademie Loccum im Landkreis Nienburg/Weser das jährliche Abendgespräch statt, das in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Prof. Dr. Gerhard Wegner, organisiert wurde. Unter den Teilnehmern befand sich auch Herr Michael Fürst, der Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen.

Das Abendgespräch, mit dem Titel "Welchen Handlungsbedarf sehen jüdische Gemeinden und Verbände?", bot eine offene und leidenschaftliche Diskussion. Michael Fürst und Konstantin Seidler von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover tauschten sich intensiv über die aktuellen Herausforderungen aus, denen jüdische Gemeinden und Verbände gegenüberstehen.

Die Diskussion konzentrierte sich auf die langjährigen Bemühungen jüdischer Verbände und Gemeinden, auf die Verschiebung der Grenzen des "Jagbaren" in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Angesichts der jüngsten antisemitischen Demonstrationen und Gewalttaten in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurden auch die besorgniserregenden Entwicklungen thematisiert. Fürst sprach auch das wachsende Sicherheitsbedürfnis in seinen Gemeinden an: „Wir haben seit dem 7. Oktober eine andere jüdische Gemeinde als vor dem 7. Oktober. Die Angst seitdem ist eine andere, als sie vorher war. Und das gilt auch für meine Gemeinden. Da ist ein vermehrtes Sicherheitsbedürfnis da, weil man von anderen Städten in den Medien vieles hört: Da ist ein Israeli angegriffen worden, da ist einem Rabbiner die Kippa abgeschlagen worden.“ Jedoch sprach sich Fürst ganz klar dafür aus, dass nicht alle Maßnahmen zum vermeintlichen Schutz der jüdischen Gemeinden in Deutschland notwendig seien. „Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir haben, reichen völlig aus. Ich bin der Auffassung, wenn ich als Vorsitzender in meinen Gemeinden diese Angst mitgebe, dann kommt die Angst wieder zurück und wird immer stärker. (…) Wir haben einen Rassismus in Deutschland. Wir haben auch einen deutlichen verbalen Antisemitismus. (…) Aber es gibt keine konkrete Gefährdung derzeit in Niedersachsen.“

Die Veranstaltung beleuchtete außerdem verschiedene Erscheinungsformen von Antisemitismus, darunter antiisraelischer Aktivismus, Post-Shoa-Antisemitismus, Verschwörungsideologien und islamistisch begründete Positionen.

Das Abendgespräch endete mit dem Ausblick auf die anstehende Tagung, die Vertreter*innen von Kommunalverwaltungen, Justiz, Polizei und Zivilgesellschaft zusammenbringen wird. Ziel ist es, gezielter und konsequenter gegen Antisemitismus vorzugehen, sowohl präventiv als auch strafrechtlich.

Die Tagung wurde in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens durchgeführt.

Jude trifft Palästinenser in der VHS - Buxtehuder Tagblatt - 8. Februar 2024

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Gedenken an die Opfer des Holocaust: Konzert in der Synagoge Hannover

(Foto: Christian Behrens), Foto: Christian Behrens
(Foto: Christian Behrens)

Hannover, 01. Februar 2024 – Am Sonntag, den 28. Januar 2024, fand in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Hannover ein bedeutsamer Abend zum Gedenken an die Opfer des Holocaust statt. Anlass war der 27. Januar, der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Unter der Leitung von Michael Fürst, dem Präsidenten des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, versammelten sich zahlreiche Gäste, um an diesem wichtigen Ereignis teilzunehmen. Die Gedenkveranstaltung wurde von bewegenden Liedern wie "El male rachamim" (Gott voller Erbarmen) und "Auschwitz" begleitet. Der Chor und das Orchester der Jüdischen Gemeinde Hannover beeindruckten das Publikum mit einem emotionalen und bedeutungsvollen Konzert.

 Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil, bedankte sich herzlich für die Einladung und nutzte die Gelegenheit, in seiner Rede auf die aktuellen politischen Geschehnisse einzugehen: „Auch noch Generationen später leiden Menschen unter dem, was bis 1945 von Deutschland ausgehend durch Deutsche getan wurde. (…) Das Grundgesetz wird im Mai 75 Jahre alt. Das Grundgesetz, das entstanden ist auf dem Tiefpunkt der deutschen Geschichte, (…) Eswar eine Konsequenz aus der vorangegangenen Phase des Nationalsozialismus. Und es gibt so etwas wie eine inoffizielle Überschrift des Grundgesetzes. Diese Überschrift lautet: Nie wieder! In diesen Tagen lesen wir, wie auch jetzt hier mit Recht: Nie wieder ist jetzt. Und so ist es. Das ist auch keine Floskel, sondern es ist eine nüchterne Feststellung, die für uns alle der Auftrag ist, dafür zu sorgen, dass das Versprechen des Grundgesetzes „Nie wieder“ auch wirklich eingehalten wird.“

 Oberbürgermeister Belit Onay fügte hinzu, dass das Ende der Menschlichkeit nicht in Auschwitz begann, sondern bereits an den deutschen Wahlurnen, in den Rathäusern, Schulen, Arbeitsplätzen und auf den Straßen. „Wir protestieren heute gemeinsam mit vielen tausend Menschen gegen diese rechten Ideologien, gegen den Ausschluss von Menschen aus der Gesellschaft, gegen Hass und gegen Rassismus. Damit ein Ende der Menschlichkeit nicht wieder seinen Anfang mitten unter uns findet. Wenn wir das freuen, wenn wir ein offenes, friedliches, vielfältiges und sicheres Miteinander erhalten wollen, müssen wir alle dafür etwas tun.“

Gedenkstunde am Sonntag, 28. Januar 2024, um 17.00 Uhr

Zum 79 jährigen Gedenken der Opfer des Holocaust und an die Befreiung der Konzentrationslager

Holocaust-Mahnmal am Opernplatz in HannoverFoto: Oliver Hoffmann, Foto: Oliver Hoffmann

Programm 2024

El male rachamim „G“tt voller Erbarmen“
Gebet für die Verstorbenen
„Schindlers Liste“
Kantor Andrej Sitnow

„Auschwitz“
Musik: Sergey Kolmanovsky,
Text: Ruth Klüger Chor, Orchester

Begrüßung
Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen

Wortbeiträge
Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident
Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover

Gedenken an die Deportation
Poetry Slam: Schüler*innen der Humboldtschule Hannover

Wortbeitrag
Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Chor und Orchester der Jüdischen Gemeinde Hannover
Dirigent: Naum Nusbaum

#beziehungsweise

jüdisch und christlich – näher als du denkst
Titel

#beziehungsweise

Kirchen in Niedersachsen beteiligen sich an Kampagne zur Begegnung mit dem Judentum
Meister

Ralf Meister

Landesbischof der Evangelisch-lutheri­schen Landeskirche Hannovers

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Franz-Josef Bode

Bischof Bistum Osnabrück

Lang

Shimi Lang

Rabbiner Jüdische Gemeinde Osnabrück

Offenberg

Dr. Ulrike Offenberg

Rabbinerin der liberalen jüdischen Gemeinde Hameln

Lachner

Dr. Gabriele Lachner

stellvertretende Vorsitzende der ACKN